Auf der
Sonnenseite
zu Hause
Die Sonne stellt keine Rechnung, jedenfalls nicht direkt; indirekt schon, ohne Technik geht es nicht und die kostet natürlich etwas.
Die Photovoltaikpanels wandeln Sonnenlicht in Strom um, allerdings in Gleichstrom. Den können wir nicht ohne weiteres verwenden. Deshalb braucht es einen Wechselrichter, der diesen Gleichstrom in Wechselstrom von 230V umwandelt. Damit könnten wir eigentlich schon zufrieden sein, aber nachts brauchen wir ja auch Strom und die Sonne liefert dann ja nichts. Also macht eine Pufferbatterie schon viel Sinn zum Überbrücken der Nacht.
Solange Strom vom Dach, resp. von der Batterie kommt, brauchen wir den nicht vom EW zu kaufen. Und hier liegt die ganz grosse Einsparung: 32Rp/kWh oder «0» macht schon den Unterschied! Und wenn im Hochsommer zu viel vom Dach kommt, d.h. die Batterie ist voll und wir brauchen aktuell keinen Strom, können wir den ins Netz zurückspeisen zu mind. 6 Rp/kWh (aktuell 13 Rp/kWh). Im Winter reicht es leider nicht ganz und wir müssen dann trotzdem etwas Strom zukaufen.
Aber wie erwähnt: ohne Investition in Photovoltaikpanels, den Wechselrichter, eine Batterie und natürlich die Installation geht es nicht. Über den Daumen gepeilt muss man inklusive Speicherbatterie mit ca. 30'000 Franken rechnen. Und leider hält die Technik auch nicht ewig, aber doch ziemlich lange: Photovoltaikpanels bis ca. 40 Jahre, Wechselrichter ca. 15 Jahre und die Batterie 15-20 Jahre. Dies für Neuanlagen, die gut gewartet werden.
Je nach individuellen Gegebenheiten ist die PV-Anlage in 10–15 Jahren amortisiert.
Und noch ein Tipp: auch an den Heizungsersatz (Wärmepumpe) denken. Man muss es nicht gleichzeitig ausführen, aber in der Planung unbedingt berücksichtigen.
Am besten lassen Sie sich beraten, z.B. durch das e-team. www.eteam-tg.ch. Die erste Stunde ist gratis.
Peter Müller, Energiekommission
Bund und Kantone haben bis anhin der Umwelt zuliebe Wärmepumpen (WP) und Photovoltaikanlagen (PV) gerne gefördert. Das dürfte bald vorbei sein. WP-Anlagen für Eigenheime werden bereits nicht mehr gefördert und die PV-Förderung ist auch nicht gesichert. Mit der Abschaffung des Eigenmietwertes dürfte ab 2028 / 29 der steuerliche Abzug von Aufwendungen zum Energiesparen und für den Umweltschutz auch entfallen. Was tun?
Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenenergie in Strom um. Das geht am besten bei vollem Sonnenschein, funktioniert aber - wenn auch schlechter – auch bei Bewölkung. In der Nacht kommt natürlich nichts mehr vom Dach. Eine Batterie ist deshalb eine sinnvolle Ergänzung, um auch in der Nacht eigenen Strom zu haben. Ab diesem Jahr fördert der Kanton Thurgau Batterien auch wieder.
Eine Wärmepumpe nimmt aus Luft, Wasser oder Erde Wärme. In einem Kältemittelkreislauf wird diese Wärme auf ein höheres Niveau «gepumpt». Und erst noch mit einer Effizienz von 300 – 500%. D.h. aus einer kWh Strom werden 3-5kWh Wärme für die Fussbodenheizung! Zum Vergleich: Gas liegt bei 90-100%.
Sinnvollerweise, aber nicht zwingend, betreibt man die WP mittels einer PV-Anlage. Auch während der Heizperiode scheint ja manchmal die Sonne und liefert somit Energie. Ganz ohne Strom aus dem Netz geht es jedoch nicht.
Am besten lassen Sie sich beraten, z.B. durch das e-team. www.eteam-tg.ch. Die erste Stunde ist gratis.
Für Interessierte gibt es am Mittwoch, 18.02.2026 um 19:30 im Tscharnerhaus einen Vortrag zu diesem Thema.
Peter Müller, Energiekommission
Wenn ich an die Weihnachtszeit denke mit Mailänderli, Brunsli, Zimtsterne, Spitzbuben, etc. läuft mir jetzt schon das Wasser im Mund zusammen. Man kann sie zwar kaufen, aber selbstgemacht schmecken sie doch besser. Aber Backen ist ein Energiefresser, wogegen man aber etwas tun kann. Den Teig kneten wir von Hand à la Grosmami. So kommt noch eine Extraportion Liebe in den Teig und wir sparen viel Energie, wenn wir nicht mit der Maschine kneten. Die Butter zerteilen wir in kleine Flocken, dann geht es auch gut zum Kneten. Wenn wir den Teig vor dem Auswallen kühlen, bleibt er auch nicht kleben. Statt Schoggi, die ja zuerst geschmolzen werden muss, nehmen wir Konfi. Persönlich schmecken mir Guetzli mit Konfi zwar sowieso besser, aber für Schoggi-Liebhaber: Was für Konfi gilt, gilt auch für Nutella. Guetzli mögen keinen Dichtestress, beim Backen werden sie grösser und würden dann aneinanderkleben. Und beim Herausnehmen nicht auf dem Blech lassen, sie könnten dann durch die Restwärme des Bleches unten braun werden. Im Prinzip kann man bei einem modernen Backofen auf das Vorheizen verzichten, ausser beim Guetzlen. Sie könnten verbrennen, weil man die Backzeit ohne Vorheizen verlängern müsste. Umluft statt Ober- und Unterhitze, das spart schon mal bis 40% Energie und man kann die Temperatur 20-30 Grad tiefer einstellen. Bei Umluft wird die Wärme auch viel gleichmässiger im Backofen verteilt, was gerade beim Guetzle wichtig ist. Man kann auch mehr als ein Backblech gleichzeitig in den Ofen schieben, womit wir Energie sparen und zwar ohne die die Backzeit zu verlängern. Nach dem Backen reinigen wir den Backofen mit einem feuchten Lappen, auch das spart Energie. In diesem Sinne: Viel Spass beim Guetzle!
Peter Müller, Energiekommission
Besonders in der Übergangszeit ist die Versuchung gross, die Heizungsregler hochzudrehen, von Stellung 3 auf Stellung 5. Aber wird es dann auch schneller warm?
Um unser Wohn- oder Arbeitszimmer möglichst schnell auf eine angenehme Temperatur zu bekommen, neigen wir dazu, den Heizungsregler erst einmal bis zum Anschlag aufzudrehen. Oder, alternativ, die Gradzahl am Wandthermostat auf tropische 28 Grad zu setzen (entspricht Stellung 5 auf dem Heizungsregler), obwohl nur 20 Grad Raumwärme benötigt werden. Die Idee dahinter: Es wird im Raum schliesslich schneller warm, wenn die Heizung mehr Leistung erbringt. Und mehr Leistung kann sie wiederum nur erbringen, wenn ihr die maximale Gradzahl "abgefordert" wird. Aber stimmt das überhaupt? Eben nicht.
Denn: Eine Heizung ist kein Wasserhahn. Der Thermostat kann physikalisch gar nicht regeln, wie schnell sich der Heizkörper oder die Bodenheizung aufheizt. Das Aufheizen geschieht immer gleich schnell. Stufe 5 legt lediglich fest, dass der Heizkörper so lange weiterheizt, bis eine Raumtemperatur von rund 28 °C erreicht ist, was wir aber gar nicht wollen. Stellen Sie die Zahl 3 auf dem Heizungsventil ein, dies entspricht 20/21 Grad. Bei der Bodenheizung hilft also nur Geduld bis es warm ist.
Für Radiatoren noch einen weiteren Hinweis: Diese sind ja meistens unter dem Fenster angebracht, wo sie einen Teil der Wärme gleich wieder verlieren. Ein kleiner Ventilator auf den Radiator gerichtet hilft, die Wärme schneller im Raum zu verteilen. Und damit wird es dann tatsächlich schneller warm.
Peter Müller, Mitglied Energiekommission
Am Morgen ist es draussen bereits kühl und die Heizung springt an, kurz darauf – bei Sonnenschein – stellt sie wieder ab. Bodenheizungen sind jedoch träge, sie brauchen 1-2 Tage um sich anzupassen. Meistens wird die Heizung von der Aussentemperatur gesteuert. In der Übergangszeit ist dies nicht ganz unproblematisch. Und hier können wir einhaken: Die tief stehende Sonne nutzen und ihre Wärme nutzen! Damit können wir den Raum aufheizen und eine wohlige Tagestemperatur erreichen. Wir sind also aufgefordert, die Storen hochzuziehen und die Vorhänge aufzumachen. Das funktioniert übrigens auch bei Bewölkung, wenn auch nicht so gut wie bei Sonnenschein. Abends, wenn es wieder kühl wird, ist das Gegenteil vorzunehmen: Vorhänge zu und Storen runter. So kann die Wärme des Tages noch eine Weile in der Wohnung behalten werden.
Heizungen ein- und ausschalten macht allerdings wenig Sinn, wegen der erwähnten Trägheit. Auch Radiatoren-Heizungen sind träge, sie brauchen zwar nicht Tage, aber doch Stunden, um einen Raum aufzuheizen. Was ist zu tun, wenn man trotzdem friert? Einen Pullover anziehen! Die Heizung dauerhaft hochdrehen, in der Hoffnung es sei dann warm, ist keine gute Idee. Um die Raumtemperatur um 1 Grad zu erhöhen, kostet dies dauerhaft 6-10% Energie und verursacht damit hohe Kosten. Wer immer noch schlottert, kann neben Pulli und Wolldecke auch ganz gezielt kurzzeitig einen Infrarotstrahler nutzen. Dies kostet zwar viel Strom, ist aber immer noch besser als die Heizung dauerhaft hochdrehen. Und wer einen Ofen hat, ist mit nachhaltiger Wärme und Gemütlichkeit mit Holz aus den eigenen Wäldern auf der "glücklichen Seite".
Peter Müller, Mitglied Energiekommission
Jeder von uns geht einkaufen. Das ist sicher nicht des Teufels. Aber der Plastik, die Verpackungen? So gut es geht, sollte man die Verpackungen vermeiden und den Plastik unbedingt recyceln. Dafür haben wir ja eine spezielle Abfuhr.
Aber der Einkauf muss ja auch nach Hause gebracht werden. Und darum geht es heute hier. Die Tragetaschen können aus verschiedenen Materialien sein: recycelter Kunststoff (im Normalfall rPET), der klassische Papiersack, bedruckt oder auch nicht und der Baumwoll- resp. Jutebeutel. Nicht zu vergessen, der gute alte geflochtene Einkaufskorb.
Plastiktaschen sind in Verruf geraten. Denn man braucht Erdöl für die Herstellung. Werden sie nur ein einziges Mal benutzt, tragen sie zur dauerhaften Vermüllung der Ozeane bei. Jute- oder Baumwollbeutel galten lange als die Lösung des Plastikproblems. Allerdings verbrauchen sie enorme Mengen an Ressourcen – und schädigen die Umwelt oft mehr als solche aus Plastik.
Das Zauberwort heisst Mehrfachnutzung und hier kommt nun der Vorteil von Kunststoff deutlich zum Tragen. Bei sachgemässem Gebrauch hält ein Kunststoff-Tragesack beinahe ewig. Ganz im Gegenteil zum Beispiel ein Papiersack: einmal Nass und das wars dann…
Die Empa hat den energetischen resp. ökologischen Fussabdruck diverser Tragetaschen-Materialien akribisch untersucht. Die Resultate dieser Studie zeigen, welchen Einfluss das Rohmaterial, die Herstellung, der Energieverbrauch und die Entsorgung auf die verschiedenen Taschen hat. Die Baumwolltasche schnitt in allen Bereichen am schlechtesten ab. Im Endergebnis ist die Kunststofftasche aus Recyclingmaterial am umweltfreundlichsten. Neue Kunststofftaschen sind 4.2-mal schlechter, Papiertaschen 7.4-mal schlechter und Baumwoll- resp. Jutetaschen ganze 82-mal schlechter als Taschen aus recyceltem Kunststoff.
Die Detailhändler haben das inzwischen erkannt und bieten gute Tragetaschen aus recyceltem Kunststoff an. In diesem Fall also doch nicht des Teufels!
Peter Müller, Mitglied Energiekommission
Durch das saubere Fenster sehen wir, welcher Galan uns nächstens über die Leiter besuchen will… Nein, ich schreibe neuerdings nicht etwa Liebesromane. Wir bleiben beim Energiesparen. Die Fenster können wir mit Fensterreiniger putzen, aber unsere «Zaubermischung» aus Essigreiniger und Spülmittel funktioniert gleich gut! Und hier der erste Tipp: mit viel Wasser verhindern wir Wasserflecken, bevor wir mit dem Abstreifer und einem Lappen trockengerieben haben. Das gleiche gilt auch für den Rahmen (innen und aussen).
Wichtig für das Energiesparen ist die Dichtigkeit der Fenster. Bei schlechten oder verschmutzten Dichtungen geht viel Energie verloren, dies ist in einer Thermografie deutlich zu sehen. Auch hier gilt: Gut gewartete Fenster halten viel länger. Einmal jährlich beim Frühlingsputz werden die Dichtungen im Fensterrahmen mit einem Lappen gereinigt. Da hat sich besonders im unteren Bereich allerlei Schmutz angesammelt. Verwenden Sie nur Wasser mit Spülmittel. Essigsäure könnte den Gummi schädigen.
Unten am Fensterrahmen gibt es eine Rinne, durch die eingedrungenes Wasser wieder abfliessen kann. Ein idealer Ort für Insekten und auch Schmutz sammelt sich hier an. Deshalb ist auch hier zu reinigen, als erstes mit dem Staubsauger. Die Rinne wird am besten mit einem Schraubenzieher Nr. 1 oder 2, den wir mit einem Lappen umwickeln, gereinigt. Bitte nicht zu heftig schruppen, wir wollen die Rinne ja nicht beschädigen. Damit das Wasser abfliessen kann, gibt es 3 Löcher gegen aussen, welche mit einer Abdeckung versehen sind. Mit einem Draht, den wir durch das Loch schieben, wird der Kanal gesäubert. Jetzt nochmals mit dem Staubsauger den gelockerten Schmutz entfernen. Und schon ist auch energetisch alles bereit für den Galan…
Peter Müller, Mitglied Energiekommission
Moderne Waschmittel sind so gut, dass man getrost auch Unterwäsche und Handtücher mit 40°C waschen kann, Buntwäsche so oder so. Beachten Sie jedoch die Dosierung - nicht zu viel Mittel verwenden. Moderne Waschmaschinen können dies messen. Falls zu viel Waschmittel verwendet wird, wird noch ein Spülgang mehr ausgeführt und dabei Energie und Wasser unnötigerweise verbraucht. Zudem sollte nach jedem Waschgang das stehende Wasser aus der Türdichtung ausgewischt werden, sonst wird das ein wahrer Brutplatz für Bakterien und die Wäsche müffelt.
Für die Maschinenreinigung kann man Reiniger kaufen. Es gibt aber auch ein bewährtes Hausmittelchen: 3 Esslöffel Natron und ein 90° Waschgang, ohne Wäsche versteht sich. Damit sind die Innereien der Maschine, die man nicht erreicht, blitzblank. Aber damit sind wir noch nicht fertig: Die Dichtungen kann man mit einem Lappen mit Spülmittel und Putzessig gründlich reinigen, eine Zahnbürste hilft dabei sehr - nicht vergessen mit Wasser nachzuspülen. Das Flusensieb, welches sich unterhalb befindet, herausdrehen und reinigen. Mit einer flachen Schale kann das Restwasser aufgefangen werden. Und jetzt endlich zum Sockenspalt! Wir kennen das ja alle - plötzlich fehlt eine Socke. Wo ist sie geblieben? Die Maschine hat sie buchstäblich gefressen. Zwischen der Trommel, die sich dreht, und der Maschine gibt es einen Spalt, der abgedichtet wird. Dort kann sich eine Socke verfangen und wird dann durch die sich drehende Trommel fein säuberlich zerfasert, bis nichts mehr davon übrig ist. Die Lösung ist einfach: Socken und sonstige empfindliche Teile kann man in ein Waschsäckchen geben. Die Energieeinsparung ist mit einer guten Wartung wirklich gross und vor allem lebt die Maschine länger.
Eines noch: Von Zeit zu Zeit eine 60-Grad-Wäsche empfiehlt sich sehr, um die Waschmaschine hygienisch sauber zu halten, und vor allem kann so einem Bakterienbewuchs vorgebeugt werden.
Peter Müller, Mitglied Energiekommission
Nachdem wir den Kaffee aus der sauber gewarteten Kaffeemaschine (StettfurtInfo April 25) genossen haben, muss die Tasse gereinigt werden, entweder in der Abwaschmaschine (Geschirrspüler) oder von Hand. Das Hand-Abwaschmittel kann locker 2–3-mal verdünnt werden und wirkt auch dann genauso gut. Sinnvollerweise werden grössere Teile wie Schüsseln, etc. schneller und besser von Hand abgewaschen und nicht in der Maschine, wo sie viel Platz benötigen und man die Maschine häufiger laufen lassen muss, was viel Energie kostet. Die Maschine voll zu machen und im Ecco-Modus laufen zu lassen spart natürlich auch viel Energie. Und regelmässiges reinigen ebenfalls.
Zum Reinigen kann man Geschirrspültabs verwenden, teilweise kann man sie einfach unten reinlegen und bei einem normalen Spülgang mitlaufen lassen. Damit sind die Innereien zwar wieder sauber, aber auch die Dichtungen brauchen Pflege. Diese wischen wir mit einem Tuch ab, welches wir vorher mit etwas Putzessig und Spülmittel beträufelt haben. Dadurch lösen sich Kalk und Fettreste. Eine Zahnbürste hilft bei hartnäckigem Schmutz. Nicht vergessen mit Wasser die Putzmittelreste wieder zu entfernen.
Anstelle von Tabs kann man auch Essigreiniger nutzen: Spülgang starten, mindestens 60 Grad und wenn die Maschine heiss ist, stoppen und eine Tasse Putzessig hineinkippen, eine Stunde einwirken lassen und dann das Programm fertig laufen lassen. Alternativ geht das auch mit 4 Löffeln Natron.
Und nicht vergessen, das Sieb am Boden regelmässig zu reinigen, sonst riecht es irgendwann…
Peter Müller, Mitglied Energiekommission
Nein, wir warten nicht auf Godot, wir warten unsere Haushaltgeräte und -maschinen. Jede Art von Geräten und Maschinen lebt länger, wenn sie gut gewartet werden. Das gilt nicht nur für das Auto, das ja auch regelmässig in die Garage zum Service muss. Neben der längeren Lebensdauer spart ein gut gewartetes Gerät eine Menge Energie.
Beginnen wir mit der Maschine, die wir am Morgen am meisten lieben: die Kaffeemaschine. Es gibt drei wichtige Gründe unsere Kaffeemaschine gut zu reinigen:
Wie häufig soll man reinigen? Das hängt vom Gebrauch ab. Alle 2-3 Monate gründlich reinigen ist sicher empfehlenswert. Beim «Wie reinigen» gehen die Ansprüche schon erheblich auseinander. Am einfachsten kauft man sich die Reinigungstabs der verschiedenen Hersteller und hält sich an die Bedienungsanleitung, das ist sicher gut, aber nicht gerade billig. Für die Aussenreinigung nimmt man am besten einen feuchten Lappen und etwas Spülmittel, für äusserliche Kalkflecken nehmen wir den guten alten Essigreiniger. Die Abtropfschale lasse ich jeweils im Geschirrspüler mitlaufen und habe so keine Probleme mit Bakterien oder Schimmel, die bevorzugt dort entstehen. Für die Innenreinigung sind Essigreiniger und Zitronensäure nicht geeignet. Ersterer greift die Dichtungen sowie das Kupfer im Inneren der Maschine an, beim zweiten entsteht Calciumcitrat, das die Maschine verstopfen kann. Milchsäure ist ein guter und problemloser Entkalker (Drogerie oder Internet). Im Verhältnis 1:3 mit Wasser mischen und durchlaufen lassen in eine grosse Tasse. Nicht vergessen auch den Milchaufschäumer zu reinigen. Er verkalkt, auch wenn wir ihn nicht brauchen. Nach der Reinigung unbedingt 2-3mal mit reinem Wasser spülen! Und nun viel Genuss mit Ihrer Kaffeemaschine!
Peter Müller, Mitglied Energiekommission
Wir haben uns ja schon intensiv mit Licht beschäftigt, eine meist unterschätzte Möglichkeit im Haushalt Energie zu sparen. Moderne Leuchtmittel wie Leuchtstoffröhren oder LEDs brennen zwischen 10- und 100-mal länger als normale Glühbirnen und benötigen zudem viel weniger Strom. Aber auch die besten Leuchtmittel halten nicht ewig und müssen eines Tages entsorgt werden. Und schon wird es wieder etwas kompliziert; alles in den Kehricht werfen wäre falsch. Wir haben es mit normalem Kehricht, Elektroschrott und Sondermüll zu tun.Die altbekannten Glühbirnen sowie die Halogenleuchten kommen in den normalen Kehrichtsack, aber nicht in den Glascontainer.
Alles was folgt darf nicht in den Kehrichtsack:
Entladungslampen, d.h. Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren können bei der Verkaufsstelle oder beim Regionalen Annahmezentrum RAZ (Juchstrasse 45, Frauenfeld) kostenlos zurückgegeben werden. Die Recyclinggebühr für Elektroschrott haben wir ja beim Kauf bereits bezahlt.
Falls eine dieser Röhren zerbricht:
Scherben zusammenkehren, das weisse Pulver am besten mit Klebeband aufnehmen, alles in einen kleinen Plastiksack geben und dann doch in den Kehrichtsack. Aber Achtung, das weisse Pulver enthält Quecksilber und ist giftig. Nicht einatmen, Hände gut waschen und Lüften!
LEDs können ebenfalls bei der Verkaufsstelle oder beim RAZ abgegeben werden. Die Leuchtmittel werden dann bei einem spezialisierten Recyclingbetrieb fachgerecht recycelt. Das Leuchtstoffpulver wird separiert und in speziellen Deponien sicher entsorgt. Die wiedergewonnenen Sekundärrohstoffe (Glas, Metalle) kommen wieder in den Kreislauf und sparen so Energie beim Verarbeiten zu neuen Produkten, da nicht zuerst Erze zu Metallen aufgeschmolzen werden müssen.
Peter Müller, Mitglied Energiekommission
Wir hatten uns bereits über den 1:1 Ersatz der mittlerweile verbotenen Glühlampen und Leuchtstoffröhren sowie die Farbtemperatur unterhalten, letzteres ist für unser Wohlfühlen entscheidend. Wichtig dabei ist aber auch die Leuchtstärke. Das schönste Licht wirkt unangenehm, wenn zu viel oder zu wenig davon ankommt. Die Lichtstärke wird in Lumen (lm) gemessen. Traditionell wird zwar Watt angegeben, das bezieht sich jedoch auf den Stromverbrauch von Glühlampen. LEDs brauchen bis zu 90% weniger Energie. Als Faustregel gilt: Watt x 10 gleich Lumen. Noch steht auf den Packungen sowohl die Wattzahl der zu ersetzenden Glühbirne als auch die Lumen Zahl. Bei Halogenersatz und Leuchtstoffröhrenersatz ist das teilweise bereits nicht mehr der Fall.
Nicht nur der Ersatz von Glühlampen durch LED spart Energie, sondern auch das Dimmen. Nicht alle Leuchten sind für das Dimmen ausgerüstet. Dazu braucht es eine eingebaute Elektronik, die das bewerkstelligt und eine Bedienung, die das Dimmen einstellbar macht. Entweder stufenlos oder in Schritten von normalerweise 100% auf 50% und dann 25%.
Nicht alle LEDs lassen sich dimmen, sie müssen ausdrücklich mit „dimmbar“ gekennzeichnet sein. Wenn Sie versuchen, eine nicht-dimmbare LED zu dimmen, ist die Gefahr groß, dass diese nicht mehr funktioniert. Den Hinweis, ob eine LED dimmbar ist, finden Sie auf der Verpackung und manchmal auch auf der Leuchte selbst.
Beim dimmen lässt sich natürlich auch Energiesparen: 20 Prozent weniger Leuchtkraft bedeuten auch 20 Prozent weniger Energiekosten - eine gemütliche Atmosphäre mit gedimmtem Licht macht sich also auch auf der Stromrechnung bemerkbar. Ein weiterer Vorteil: Durch das Dimmen halten die Leuchtmittel länger, weil sie nicht ständig bei voller Leistung beansprucht werden.
Die einfachste Methode beim Licht Energie zu sparen: Ausschalten. Und für das Gewerbe habe ich auch noch etwas: im Korridor jede zweite Leuchtstoffröhre herausnehmen, es bleibt genügend Licht seine Büro-Türe zu finden.
Peter Müller, Mitglied Energiekommission
Licht ist für unser Wohlbefinden sehr wichtig. Aber welches? Tageslicht ist natürlich immer noch das Beste. Aber nachts? Da ist die Auswahl an Lichtquellen sehr gross. Beginnen wir mit der Farbe des Lichtes, der Farbtemperatur.
Mit der Farbtemperatur wird der Farbeindruck einer Lichtquelle beschrieben. Die Masseinheit der Farbtemperatur ist die Temperaturskala Kelvin (K). Je höher die Kelvinzahl, desto „kälter“, je niedriger, desto „wärmer“ ist das Licht, also gerade umgekehrt zu unserem Gefühl. Die Kelvin-Skala beginnt bei 1’500 K (Kerzenlicht) und endet bei ca. 10’000 K (wolkenloser, nördlicher Himmel). Reines Weiss hat ca. 7’000 K und entspricht unserem Tageslicht. Allgemein wird zwischen drei verschiedenen Lichtfarben unterschieden: Warmweiss (2’500 bis 3’300 K), neutralweiss bzw. universalweiss (3’300 bis 5’300 K) und tageslichtweiss bzw. kaltweiss (grösser als 5’300 K). Wie der Name schon sagt, strahlt warmweisses Licht ein angenehmes warmes Licht aus und schafft eine gemütliche Atmosphäre. Gerade im Wohnzimmer, Schlafzimmer oder im Korridor eignet sich warmweiss optimal als Lichtfarbe.Eine Beleuchtung mit neutralweissem Licht ist ideal zum Arbeiten, ohne dabei komplett den Wohlfühlcharakter zu verlieren. Es ist angenehm hell und daher besonders im Badezimmer, Treppenhaus oder Homeoffice sehr passend. Tageslichtweisses Licht kommt dem natürlichen Tageslicht sehr nahe und ist somit aufmerksamkeitsfördernd und aktivierend. Hohe Kontraste und eine sachliche Wirkung sind typische Merkmale dieser Beleuchtung. Tipp: Beim Kauf eines Leuchtmittels oder einer Leuchte sollte immer auf die genaue Kelvinzahl geachtet werden. Die Lichtfarbe allein gibt nur eine grobe Richtung bzw. den Kelvinbereich an, nicht aber den konkreten Kelvinwert. Beispiel: Das Licht eines Leuchtmittels mit 2’500 Kelvin leuchtet sehr rötlich und ähnelt stark einem Kerzenschein. Die Farbe einer Leuchte mit 3’300 Kelvin geht eher ins gelbliche. Auch wenn die Farbtemperatur bei beiden Lampen warmweiss ist, unterscheidet sich deren Lichtwirkung doch deutlich voneinander. Deshalb: Beim Kauf sollte man wenn immer möglich die Lichtfarbe prüfen.
Peter Müller, Mitglied Energiekommission
Die Tage werden kürzer und es wird früher dunkel. Früher ging man mit der Sonne ins Bett, allenfalls verlängerten ein paar Kerzen den Abend. Heute haben wir dank Edison erfreulicherweise elektrisches Licht.Die Glühlampe gab ein wunderbar warmes Licht – im wörtlichen Sinn, denn ein grosser Teil des Lichtes war Infrarot-Wärmestrahlung, was sehr zur wohligen Gemütlichkeit am Abend beitrug. Glühlampen sind aber auch grosse Energiefresser! Die Energiesparlampen benötigten zwar weniger Energie, sie hatten jedoch den Nachteil, dass die volle Lichtleistung erst nach einer gewissen Zeit vorhanden war. Leuchtstoffröhren (Neonröhren) mit ihrem weissen Licht wurden primär im gewerblichen Bereich gebraucht. Tempi passati! Seit September 2023 haben die EU und die Schweiz den Verkauf dieser Leuchtmittel verboten. Wer noch welche hat, darf sie allerdings noch aufbrauchen.Und die Alternative? Natürlich LED! Aber welches ist der richtige Ersatz? Die gute Nachricht: Es gibt für alle mittlerweile verbotenen Leuchtmittel einen 1:1 Ersatz mit LED, d.h. man kann sie auch mit 230V betreiben. LED-Leuchten sparen bis zu 90% Energie, verglichen mit Glühlampen bei gleicher Leuchtstärke. Also eine «100W LED» braucht nur 10W, gibt aber gleichviel Licht wie eine 100W Glühbirne. Weiter ist der Anschluss wichtig. Beim Schraubgewinde (Glühlampenfassung) ist das problemlos beim Kauf sichtbar (E27 der normale Sockel und E14 der kleinere Schraubsockel für Deko-Leuchten, etc.). Beim Halogenersatz und bei Spotleuchten muss man jedoch besonders gut aufpassen und die Packung beachten, da gibt es Schraub- und Steckanschlüsse und erst noch Betriebsspannungen von 12V und 230V. Bleibt noch die Farbtemperatur: «warm-weiss» entspricht mit 3000K am ehesten den Glühlampen (2700K). Dann gibt es noch neutralweiss 3300 bis 5300K, geeignet für Küche, Bad und Arbeitszimmer. Im Zweifelsfall fragen Sie beim Händler nach.
Für die Energiekommission, Peter Müller.
Heizen in der Übergangssaison ist nicht ganz einfach. Entweder fröstelt man am Morgen, weil die Heizung nicht angesprungen ist oder es ist zu warm am Nachmittag. Ein paar Massnahmen können helfen, gut durch die Überganszeit zu kommen und dabei auch Energie zu sparen.
Am Morgen einen warmen Pulli anziehen und schon fühlt man sich wohl. Die Heizung beim Aufstehen hochdrehen bringt nichts, die Systeme sind träge und brauchen ihre Zeit, um sich den Gegebenheiten anzupassen. Die Heizung springt im Normalfall bei einer Aussentemperatur von etwa 12°C ab 05.00 Uhr morgens an. Im Laufe des Vormittags wird es draussen wärmer und die Heizung stellt wieder ab. Eine Steuerung der Heizung durch die Innentemperatur ist eher die Ausnahme und nur bedingt sinnvoll. Die Innenraumtemperatur kann man aber einfach durch die Heizungsregler in den einzelnen Zimmer einstellen. Dazu folgende Empfehlungen:
Wenn die Sonne scheint können wir erst noch gratis profitieren. Weil die Sonne im Winterhalbjahr tief steht, kommen ihre Strahlen weit in die Zimmer hinein und heizen so die Räume mit. Das funktioniert bereits am frühen Morgen.
Peter Müller, Mitglied Energiekommission
Nach den Sommerferien, die wir alle hoffentlich genossen haben, geht es jetzt dem Laptop, dem Fernseher und dem Handy an den Kragen, resp. ans Energiefressen.
Am meisten Energie spart man natürlich, wenn die Dinger ausgeschaltet sind, wenn wir sie nicht brauchen. Das tun sie aber nicht von sich aus, sondern sie gehen in den Stand-by-Modus. Und der braucht zwar wenig, aber eben nicht Null Energie. Und dies das ganze Jahr über und das läppert sich eben dann doch zusammen: im Durchschnitt ca. 10% des Stromverbrauchs im Haushalt! Das grösste Sparpotenzial bei Fernseher, Computer und weiteren Geräten der Unterhaltungselektronik bildet das Vermeiden des Standby-Verbrauchs. Viele Geräte sind wohl ausgeschaltet aber nicht vom Netz getrennt und beziehen somit Tag und Nacht Strom. Dieser Standby-Verbrauch ist der unnötige Energieverlust im Bereitschafts-, Warte- oder sogar im Aus-Zustand eines Geräts. Mit einfachen «Abschalthilfen» lassen sich die heimlichen Stromfresser auf «Null-Diät» setzen. Dazu gehören Steckerleisten, Zeitschaltuhren oder Schaltermäuse. Und dies alles ohne Komforteinbussen.
Aber auch wenn die Geräte eingeschaltet sind, besteht noch Einspar-Potential. Der Bildschirm ist ein grosser Stromfresser. Beim Laptop kann man – meistens unten rechts - die Helligkeit des Bildschirms einstellen. Weniger ist hier mehr, denn man schont damit auch seine Augen! Zuviel Bildschirmzeit und ein zu heller Bildschirm ist nicht gut für die Augen. Auch beim Handy kann man das tun, in den «Einstellungen» lässt sich die Bildschirmhelligkeit ebenfalls regeln. Je weniger hell, desto länger hält auch der Akku.
Peter Müller, Mitglied Energiekommission
Nachdem wir beim letzten Mal energiesparend gekocht und danach gut gegessen haben, muss das Geschirr abgewaschen werden, entweder von Hand oder eben in der Maschine. Vorspülen ist nur bei stark verschmutztem Geschirr nötig. Wichtig ist jedoch, den Geschirrspüler voll zu machen. Im Eco-Modus wird mit 45 oder 50 Grad gespült anstelle von 60 oder 70 Grad, dafür läuft die Maschine länger. Die Einsparung an Energie ist dennoch erheblich. Neuere Maschinen verfügen über ein Automatik-Programm, welches über Sensoren das optimale Spülprogramm einstellt. Der Geschirrspüler kann übrigens noch mehr: Ein verkalkter Duschkopf wird wieder sauber, genauso wie ein Wasserhahnenaufsatz. Wir verwenden natürlich nur die Eco-Varianten und sparen dabei viel Wasser.
Das Gleiche gilt auch bei Waschmaschinen. Moderne Waschmittel sind so gut, dass man getrost auch Unterwäsche und Handtücher mit 40°C waschen kann, Buntwäsche so oder so. Die Energieeinsparung ist damit wirklich gross. Hat allerdings ein Familienmitglied eine Allergie, z.B. Hausstaub, sollte unbedingt ein Waschmittel mit Bleiche (Vollwaschmittel) verwendet werden und mit 60°C gewaschen werden. Damit werden dann die Keime im Normalfall abgetötet. Eine 60-Grad-Wäche empfiehlt sich sowieso ab und zu, um die Waschmaschine hygienisch sauber zu halten und einem Biofilmbewuchs vorzubeugen.
Beim Tumbler reicht «Schranktrocken» vollauf und nicht vergessen das Flusensieb zu reinigen. Am besten ist es jedoch die Wäsche an der Luft zu trocknen, das spart viel Energie!
Und wenn wir schon bei der Sauberkeit sind: Duschen ist besser als Baden mit oder ohne Doris.
Peter Müller, Mitglied Energiekommission
Nachdem wir in den letzten Ausgaben des StettfurtInforms unser Raumklima optimiert und erst noch gespart haben, gönnen wir uns etwas Gutes: Wir kochen. Nein, es gibt keine Rezepte, aber Tipps um Energie und Geld sparen. Wasser kochen wir am effizientesten im Wasserkocher und immer nur so viel wie man braucht, z.B. für einen Tee nur die Menge für eine Tasse. Zuerst das kalte Wasser in die Tasse geben, damit man die richtige Menge kennt und dann das Wasser in den Wasserkocher füllen. Aber nur etwa 80% der benötigten Menge in den Kocher geben, das restliche Wasser in die Tasse geben und schon ist unser Tee trinkbereit. Beim Kochen natürlich immer den Deckel auf die Pfanne legen, das hilft immens. Am besten nutzt man Isolierpfannen. Natürlich müssen Pfanne und Herdplatte in der Grösse übereinstimmen, sonst geht ja viel Wärme verloren. So wenig Wasser wie möglich nehmen und Gemüse, Kartoffeln oder Nudeln schon am Anfang in die Pfanne geben. Und lieber köcheln als heftig brodeln, dann bleiben auch die gesunden Vitamine erhalten. Die Herdplatte 3-5 Minuten früher abstellen und mit der Restwärme fertigkochen. Das geht auch mit Glaskeramik; mit Induktions- oder Gasherd allerdings nicht. Und zu guter Letzt - Eierkochen nach Ogi: Einen Fingerbreit Wasser in die Pfanne, sobald der Siedepunkt erreicht ist, schaltet man den Herd ab und nutzt die Restwärme zum Fertigkochen. Da bleibt nur noch eines: «Freude herrscht».
Für die Energiekommission, Peter Müller.
Die Energiekommission der Gemeinde Stettfurt hat die Stettfurter Bevölkerung am 1. Juni 2024 zum Stettfurter Energietag eingeladen. Man konnte sich aus erster Hand über die Erfahrungen aus bereits realisierten Projekten in den Bereichen erneuerbare Energien und Haussanierungen einholen. Folgende Türen standen für eine individuelle Besichtigung und den Erfahrungsaustausch offen:
Im letzten StettfurtInform haben wir die Raumtemperaturen der einzelnen Zimmer optimiert. Damit man sich an tiefere Temperaturen in der Wohnung gewöhnt, sollte man nicht mehr als 1°C pro Jahr absenken.
Schliessen Sie auch immer die Türen? Sonst geht die Wärme vom wärmsten Raum in die ganze Wohnung und der Spareffekt ist weg. Türen schliessen ist sowieso von Vorteil. Wenn die Gebäudehülle nicht ganz dicht ist - was sie selten ist - kann man so unerwünschten Zug unterbinden.
Wir wollen frische Luft in der Wohnung, aber nicht die Zimmer auskühlen. Das geschieht am Effizientesten mit Stosslüften (Durchzug). Dazu öffnen wir so viele Fenster wie möglich für 5-15 Minuten, je nach Aussentemperatur und bei Windstille. Bei leichtem Wind weniger lang und bei Frost maximal 5 Minuten. Bei starkem Wind und Regen ist das Öffnen der Fenster sicher keine so gute Idee. Die eigene Nase hilft beim optimalen Lüften sehr. Man riecht ja, ob die Luft im Raum frisch ist oder abgestanden.
Natürlich kann man ein Fenster auch nur in einem Raum kurz öffnen, z.B. beim WC. Die Fenster in Kippposition zu lassen ist im Winter gar keine gute Idee. Die Wärme geht dann ja permanent nach draussen und da würde man rein gar nichts sparen, im Gegenteil. Kippfenster offen lassen ist leider auch eine Einladung an Personen, die man lieber nicht in der Wohnung hat.
Peter Müller, Mitglied Energiekommission
Wussten Sie, dass 1 Grad weniger Raumtemperatur die Heizkosten um 6-10% senkt? Ok, es ist nicht nur ein monetäres Thema, sondern auch ein emotionales, geht es doch um Behaglichkeit und ums Wohlfühlen. Man fühlt sich durchaus auch in einem Pulli wunderbar warm, muss man denn im Winter unbedingt im T-Shirt herumlaufen? 20/21 Grad in der Wohnung reichen völlig aus.
Als Erstes stellen wir die gewünschte Solltemperatur an der Heizung ein, eben die erwähnten 20/21°C. Die Nachtabsenkung kann man dort einstellen, allerdings nicht unter 16°C gehen, sonst besteht die Gefahr von Schimmel. Auch die Zeiten müssen noch festgelegt werden, ich empfehle 22 bis 05 Uhr. Und nicht vergessen auf «Nachtabsenkung» umzustellen. Wie man das macht, wird in der Bedienungsanleitung anschaulich erklärt. Heizungssysteme sind träge, d.h. sie benötigen eine gewisse Zeit, um sich anzupassen, 1-2 Tage reichen aus.
Im zweiten Schritt stellen wir jetzt die Heizungsregler in den einzelnen Zimmern ein. Das können auch die Mieter machen. Stellung 3 genügt im Normalfall für die eingestellten 20/21°C. Jedes Haus reagiert individuell auf die Temperaturregelung, da spielen viele Faktoren mit. Deshalb machen wir das für jeden Raum separat und kontrollieren ggf. mit einem Thermometer die Raumtemperatur. Empfehlungen:
Schlafzimmer Eltern: 18°C (2 kleine Striche unter Stellung 3)
Kinderzimmer: 20°C (Stellung 3)
Wohnzimmer:20°C (Stellung 3)
Küche: 18-19°C (falls nicht ein Raum mit dem Wohnzimmer, 1-2 Striche unter Stellung 3)
Bad: 20/21°C (Stellung 3, allenfalls höher)
Wichtig ist auch das Lüften im Winter und zwar kurz und knackig sog. Stosslüften (Durchzug). Die Fenster sind sonst geschlossen zu halten, bei offenen Kippfenstern geht dauernd Wärme verloren.
Peter Müller, Mitglied Energiekommission