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Prüfung Zusammenschluss Matzingen-Stettfurt-Thundorf

Im Rahmen einer Medieninformation Ende Juni 2025 haben die drei Gemeinden Matzingen, Stettfurt und Thundorf zusammen mit Regierungsrat Walter Schönholzer informiert, dass sie einen Zusammenschluss vertieft prüfen wollen. Dafür ist eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Gemeinden und des Kantons eingesetzt worden. Diese Arbeitsgruppe hat unter Beizug von Dr. Jean-Claude Kleiner, der mehrere Zusammenschlüsse in anderen Kantonen erfolgreich begleitet hat, das Grobkonzept und den Prozess bis zu einer ersten Abstimmung besprochen. Vorgesehen war, dass Ende 2026 über die vertiefte Prüfung eines Zusammenschlusses in den drei Gemeinden abgestimmt werden sollte. Wie sich im Rahmen dieser Auslegeordnung gezeigt hat, bedarf es für eine fundierte Beurteilung der Auswirkungen eines Zusammenschlusses insbesondere verbindlichere Aussagen zur finanziellen Unterstützung seitens des Kantons.

Vor diesem Hintergrund haben die drei Gemeinderäte im November entschieden, dass der Prozess der Prüfung eines Zusammenschlusses sistiert und dem Regierungsrat ein Antrag eingereicht wird. Die drei Gemeinderäte beantragen, dass der Regierungsrat die Frage einer finanziellen Beteiligung des Kantons bei Gemeindezusammenschlüssen prüft und einen verbindlichen Entscheid dazu fällt. Zusätzlich beantragen die drei Gemeinderäte, dass gesetzliche Bestimmungen, die das Verfahren bei einem Zusammenschluss regeln, ebenfalls geprüft werden. Auch diesbezüglich kennt der Kanton Thurgau zurzeit keine Regelungen, was den Prozess für Zusammenschlüsse erschwert.

Die drei Gemeinden sind sich bewusst, dass für den Fall, dass der Regierungsrat den Regelungsbedarf auch erkennt, Gesetzesanpassungen notwendig sein werden und somit mehrere Jahre bis zu einem definitiven Entscheid vergehen werden. Die Gemeinderäte sind bereit, den Prozess zur Prüfung des Zusammenschlusses auch während längerer Zeit zu sistieren, da sie überzeugt sind, einen zukunftsweisenden Weg zu beschreiten, der aber klarerer Grundlagen bedarf. Eine Weiterführung des Prozesses würde heute auf einer unklaren Basis erfolgen, was die Gemeinden als nicht zielführend erachten. Es zeigt sich, dass der Entscheid der drei Gemeinden, diese Prüfung jetzt und somit nicht aus einer Not hinaus anzugehen, richtig war. Die drei Gemeinden haben die Zeit, die Beantwortung des Antrags abzuwarten und dann den eingeschlagenen, gemeinsamen Weg weiter zu gehen.

Medienmitteilung weiteres Vorgehen MST [pdf, 475 KB]

Die drei Politischen Gemeinden Matzingen, Stettfurt und Thundorf arbeiten schon seit einigen Jahren in verschiedenen Bereichen zusammen. So haben sie zusammen das Kompetenzzentrum für Soziale Dienste gegründet und arbeiten auch im Asylwesen zusammen. Ein weiterer Meilenstein ist die gemeinsame offene Jugendarbeit am Sonnenberg mit dem gemeinsamen Jugendtreff. Seit vielen Jahren treffen sich die Gemeinderäte zudem jährlich zu einem Gedankenaustausch, dies unter dem Namen "Mini Regio am Sonnenberg".

Die zunehmende Komplexität der Aufgaben, welche Gemeinden zu bewältigen haben, der Fachkräftemangel, der auch die Gemeinden trifft, und der zunehmende Druck des Kantons, sich in kommunale Aufgaben einzumischen, haben die Gemeinderäte bewogen, sich vertieft mit der Zusammenarbeit der drei Gemeinden zu befassen. Sie haben deshalb beschlossen, sich zu einem gemeinsamen Workshop zu treffen. Ende September 2024 hat dieser Workshop in Fischingen stattgefunden. Praktisch alle Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, die Gemeindeschreiberinnen und die Gemeindepräsidenten haben sich an diesem Tag mit den aktuellen und zukünftigen Fragestellungen in ihren Gemeinden auseinandergesetzt. Als Ausgangslage für die Gespräche hat eine Analyse der derzeitigen Begebenheiten gedient (Finanzen, Bevölkerung, Raumplanung, etc.). Die Beteiligten haben auch diskutiert, ob und allenfalls wie die Zusammenarbeit weiterentwickelt werden soll, um die anstehenden Aufgaben der Gemeinden möglichst effizient, kompetent und im Sinne der Bevölkerung ausführen zu können. Alle Beteiligten anerkennen, dass die bisherige Zusammenarbeit ein Erfolgsmodell ist und dass sich eine weitere Bearbeitung des Themas lohnt und sinnvoll ist.

In der Folge haben alle drei Gemeinderäte das Thema noch einmal diskutiert und in der Folge den Beschluss gefasst, dass sie einen Zusammenschluss der drei Gemeinden prüfen wollen.

Medienmitteilung Zukunft MST 25062025.pdf [pdf, 480 KB]

 

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