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Prüfung Fernwärme

Im Gesamtenergieversorgungskonzept der Gemeinde ist auch die Prüfung eines Fernwärmenetzes als Massnahme definiert. Die Energiekommission hat sich diesem Thema angenommen und auf deren Antrag hat der Gemeinderat einer Machbarkeitsstudie Ende 2024 zugestimmt und eine solche freigegeben. Die Studie ist von der Nova Energie AG, Sirnach, erstellt worden.
Ein Wärmverbund würde in Stettfurt insbesondere Sinn machen, wenn die Abwärme der Hefe Schweiz AG genutzt werden kann. Es sind auch weitere Technologien geprüft worden, die jedoch nur schwierig oder gar nicht realisierbar sind. Die Studie zeigte weiter, dass die Nutzung der Abwärme grundsätzlich möglich ist und in den Sommermonaten der berechnete Bedarf gedeckt werden könnte. Im Winter müsste aber eine zweite Wärmequelle (z.B. eine Hackschnitzelheizung oder eine Wärmepumpenanlage) zur Verfügung stehen. Die Machbarkeitsstudie hat in Stettfurt drei Gebiete identifiziert, die einen Wärmeverbund potentiell als sinnvoll erscheinen lassen. In erster Linie wäre das Gebiet im Dorfzentrum von Interesse gewesen, wenn die Überbauung gemäss dem Gestaltungsplan Dorfzentrum hätte realisiert werden können. Dies hätte eine grössere Menge an Wärmeabnehmern garantiert. Die zwei weiteren Gebiete östlich der Dorfstrasse sowie südlich der Hauptstrasse wurden dagegen als wirtschaftlich weniger attraktiv beurteilt, insbesondere weil die Siedlungsstruktur aufgelockert ist.
Gestützt auf die Erkenntnisse aus der Studie sowie den darauffolgenden Abklärungen ist die Energiekommission zum Schluss gekommen, dass dieses Projekt aktuell nicht weiterverfolgt werden soll. Die Wirtschaftlichkeit, die Nicht-Realisierung der Überbauung im Dorfzentrum sowie gewisse Unsicherheiten bei den Wärmequellen sind die Hauptgründe für diese Einschätzung. Der Gemeinderat hat die Studien und die darauffolgenden Abklärungen ebenfalls mehrfach besprochen und er teilt die Einschätzung der Energiekommission. Er hat entschieden, dieses Projekt aktuell nicht weiterzuführen. Er schliesst aber nicht aus, dass die gewonnenen Erkenntnisse zu einem späteren Zeitpunkt wieder verwendet und eine Fernwärmeversorgung erneut geprüft wird. Der Gemeinderat dankt der Energiekommission für das engagierte Bearbeiten dieses Projekts. Er bedankt sich auch bei Christoph Bollinger, der sich als Fachmann massgeblich in dieses Projekt eingegeben hat.